„Letzte Tour der Linie 1617“, so lautete das Motto der Entlassfeier der Justus-von-Liebig-Mittelschule mit der Zeugnisübergabe in der Göttinger Mehrzweckhalle.

Nach einem gelungenen ökumenischen Gottesdienst in der Göttinger Kirche ging es zum Empfang in die Göttinger Mehrzweckhalle. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Rektorin Arabella Quiram ergriff Bürgermeister Richard Richter das Wort.

In seiner Ansprache griff er das Motto auf und wandelte den ÖPNV-Begriff in „Öffentliches Pildungs- und Nerven-Vernichtungssystem“ ab. „Sie hatten neun oder zehn Stationen oder mehr zu erdulden bis zum heutigen freudigen Tag“, rief er den Schulabgängern zu. Allerdings hätten sie mit A. Q. (Arabella Quiram) die beste Reiseveranstalterin der JvL-Linie gehabt, wobei er JvL mit „Jahre voller Lernen“ oder für manche „Jahre voller Leiden“ definierte. Zusammen mit den „Busanimateuren“ (in Gestalt der Lehrkräfte) sei eine erfolgreiche All-Inclusive-Luxus-Reise durch die Schullaufbahn erfolgt.

Auch Rektorin Arabella Quiram verglich die Schulzeit mit einer Reise mit vielen Haltepunkten. Sie wies auf Englisch als das Fach hin, dass man nach der Schule am meisten brauche und startete eine sprachliche Auffrischaktion im Stil von Otto Waalkes „Englisch für Fortgelaufene“. So lauteten ihre fremdsprachlichen Kostproben beispielsweise „My Englisch is not the yellow of the egg, but it goes“ oder „You make me fix and ready“. Stolz vermeldete sie, dass von den 53 Schülern der neunten Klassen (einschließlich drei Externe), die zum „Quali“ angetreten seien, 43 (einschließlich der M-Schüler) diesen bestanden hätten. Zudem hätten alle 23 Teilnehmer den mittleren Schulabschluss geschafft. Für die Zeit nach der Schule gab sie den scheidenden Schülern mit auf den Weg: „Bleibt immer ehrlich und anständig. Anstand und Werte sind mehr gefragt denn je.“

Die insgesamt sieben Schülersprecher aus den drei Abschlussklassen bedankten sich bei der Schulleitung und den Lehrkräften. In ihren Beiträgen war vom Zeugnis als „Lebensabschnittsquittung“ die Rede, von der Schule als „Ort, an dem man Freunde traf“, aber auch von „Schinderei, schwer schuften“ und „die Prüfungen sind fertig, wir aber auch“.

Als Notenbeste wurden ausgezeichnet: aus der 9a Gregor Hager (Notendurchschnitt 1,1), Julia Geisler (1,8) und Paul Krämer (2,0). Die Besten der 9bG waren Luisa Hollinger (1,6), Marlene-Joline Henke (1,9) sowie Kevin Schönfeld und Sophia Goldbrunner (jeweils 2,0). Als Notenspitzenreiter der 10a (mittlerer Schulabschluss) erwiesen sich Patrick Gruber (1,7), Furkan Ekici (1,8) und Anna Neuger (2,2).