Bereits zum wiederholten Male lud die Justus-von-Liebig Mittelschule für die beiden zehnten Klassen einen Referenten der Hanns-Seidel-Stiftung ein. Der Dipl. Politologe Karst Pfeifer aus München referierte über das wohl zurzeit meist diskutierte politische Thema: „Asylbewerber – Flüchtlinge – Migranten“.

Pfeifer begann mit den Worten: „Man müsse offen sein für verschiedene Betrachtungsweisen, für die Chancen und die Gefahren, die in der größten Völkerwanderung der Neuzeit liegen. Deutschland werde sich verändern. Ob sich das Land zum Positiven oder zum Negativen ändern werde, haben wir in unseren Händen.

Zu Beginn zeigte der Politologe die verschiedenen Fluchtwege auf, die die Menschen mit all’ den damit verbundenen Gefahren in Kauf nehmen. Er wies darauf hin, dass das Mittelmeer das „größte Massengrab“ der Neuzeit sei. „Die Hälfte der Asylbewerber wird in Deutschland bleiben. Menschen aus einem anderen Kulturkreis sind nicht besser oder schlechter als wir. Wenn die Integration nicht gelinge, werden wir Verhältnisse wie in den französischen Vorstädten haben “, so Pfeifer.

Darüberhinaus legte er die größten Aufnahmeländer 2015 dar. Deutschland wird bis zum Ende dieses Jahres wohl eine Million Menschen aufnehmen, die zum Großteil durch Nationale, Europäische und Internationale Gesetze geschützt sind. Zur Rechtslage wies Pfeifer darauf hin, dass der Weg der Anerkennung von Flüchtlingen und Asylbewerbern viele Monate dauert. Am Ende zeigte er Lösungen auf, wie die Zuwanderung u.a. gestoppt werden könnte:
- Die Bekämpfung der Fluchtursachen
- Die verstärkte Unterstützung für die Menschen in den Flüchtlingslagern
- Die Sicherung der Schengen-Grenzen
- Eine gerechte Verteilung in der EU
- Eine schnellere Zurückführung sowie eine zügige Integration

Für die Schüler und Lehrer war der Vortrag ein sehr informativer und erkenntnisreicher Vortrag, der den Schülern einen guten fundierten Überblick über die Thematik verschafft hat und sie im Anschluss in den Klassen ausgiebig Anlass zur Diskussion gegeben hat.