Auf Initiative des Fördervereins der Justus-von-Liebig-Schulen e. V. in Heufeld fand am Freitag, den 21.11.2014 erstmals ein „Tag der Berufe – die Ausbildungsmesse“ statt. Eingeladen waren 16 Betriebe aus Bruckmühl selbst, aber auch aus den umliegenden Orten. Die Zusage von angefragten Betrieben war sehr hoch, denn immer mehr Ausbildungsbetriebe haben inzwischen Probleme, gute Lehrlinge zu bekommen. So nahmen viele Unternehmen das Angebot des Fördervereins sehr gerne an und am Ende waren es mehr als 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche.


Die Betriebe kamen an die Schule mit Roll-ups, Messeständen und viel Informationsmaterial, um sich und ihre Ausbildungsplätze zu präsentieren. Hier waren bekannte Betriebe wie Clariant, Fritzmeier oder auch Salus vertreten. Aber auch Betriebe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die Bundeswehr und die das Polizeipräsidium Oberbayern Süd waren vertreten. Ziel war es, dass die Ausbildungsbetriebe direkt mit den Schülern und Schülerinnen in Kontakt kamen und sich ein erstes Mal beschnuppern konnten. Einige Betriebe hatten praktische Beispiele mitgebracht, um den Schülern die Ausbildung näher zu bringen. Die Bäckereiinnung Rosenheim fertigte sogar vor den Augen der Schüler mehrere Torten, die im Anschluss von den Messebesuchern verzehrt wurde. Die Schüler durften später auch aus Marzipan selbst Figuren herstellen, so wie es Bäcker später einmal auch können müssen. Bei dem Stand der Gema-Technik GmbH aus Bruckmühl staunten die Schüler nicht schlecht, als sie erführen, dass nur wenige Meter von der Schule entfernt, Teile für namhafte Autohersteller produziert werden.


Eröffnet wurde die Ausbildungsmesse morgens um 08.00 Uhr in der Theaterhalle der Schule vom ersten Bürgermeister Richard Richter, der Vorsitzenden des Fördervereins Susanne Rauscher und der Schulleiterin Arabella Quiram. Von der Schule nahmen ca. 150 Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klassen teil. Sie hatten sich im Vorfeld nicht nur über die Betriebe, sondern auch über die Berufe informiert, welche sie erlernen können. Alle nahmen die Gelegenheit wahr, um sich dann direkt bei dem Betrieb über die Voraussetzungen, aber auch die Möglichkeiten zu erkundigen. Einige Schüler haben für das nächste Schuljahr bereits einen Vertrag, informierten sich aber trotzdem. „Wer weiß, wenn ich nach drei Jahren etwas anders machen will, kann ich mich ja heute schon mal informieren“, meinte ein Schüler auf Nachfrage hierzu.

Ein anderer Schüler sagte nach dem Besuch am Stand einer Gebäudemanagement-Firma: „Ich werde nun doch nicht Elektriker, sondern Kältetechniker. Diesen Beruf habe ich zuvor gar nicht gekannt.“ Ein anderer Schüler meinte, dass das „heute richtig cool ist“. Viele Schüler besuchten nicht nur die Stände, die sie sich vorgenommen hatten, sondern im Anschluss auch die anderen, um sich umzusehen und nahmen sich auch Informationsmaterial mit.

Die Messe endete gegen Mittag und die Aussteller verabschiedeten sich: „Nächstes Jahr kommen wir sicher wieder.“ Ursprünglich plante der Förderverein wegen des nicht unerheblichen organisatorischen und zeitlichen Aufwand diese Messe nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen, doch wegen des großen Erfolges der ersten Messe sowie der großen Nachfrage der Betriebe aus der Region wurde bereits am Messetag beschlossen, dass die Messe jetzt jährlich stattfinden wird.